Einmal in meinem Leben wollte ich die Akropolis in Athen besuchen – die Wiege unserer Demokratie. Das Athen mehr bietet, als alte Marmorsäulen und Ouzo ist selbstverständlich. Doch Athen ist die Stadt in Europa, so mein Eindruck, in der die Auswüchse des Neoliberalismus so deutlich zu tragen kommen, dass man sich zwangsläufig Gedanken macht, wie solidarisch ist eigentlich dieses Europa.

Da ich zum ersten Mal in Athen war habe ich keinen Vergleich, ob die Energie dieser Stadt in den Jahren der Krise sich verändert hat. Zudem jeder meinte im Juni seien keine Athener in der Stadt, sie wären alle im Urlaub. Und das Wetter, bei fast
40 Grad die Akropolis besuchen? Machbar! Lesen sie wie ich die Stadt erlebt und lieben gelernt habe.

 

Die Akropolis

Das Besucheraufkommen ist natürlich enorm. Wenn man sich nicht mit hunderten von Menschen den Anblick der alten Marmorsäulen teilen will, muss man man sich möglichst schon um 08:00 Uhr für den Aufstieg bereit machen. Aber auch diesen Tip kannten nicht wenige Touristen. Es gibt zwei Zugänge, der eine führt über die Nordseite und ist etwas beschwerlicher, der etwas größere Eingang über den Süden ist etwas kürzer aber dafür hat man auch keinen Blick auf das Odeon des Herodes Atticus. Es kann also passieren, egal wann man kommt, dass die Warteschlange unendlich ist. Will man die Warteschlangen umgehen, hierfür gibt es einen einfachen Trick, wenn man bereit ist anstatt 20€ 30€ zu zahlen aber dafür noch sechs weitere Ausgrabungsstätten besuchen kann.
Die Akropolis, bzw. der Parthenon, ist gigantisch vor allem dann, wenn man den geschichtlichen Hintergrund von diesem heiligen Berg sich verinnerlicht. Jeder Mensch ist gleich und jeder Bürger darf sich an den Entscheidungen zum Gemeinwesen beteiligen. In Zeiten, wo es Beknackte gibt, die dies wieder abschaffen wollen, umso wichtiger sich dessen Bedeutung hier wieder bewusst zu machen.

 

 

Anafiótika (Αναφιώτικα)

Regelrecht extrem romantisch ist der kleine Stadtteil Anafiótika. In den engen Gassen und auf den steilen Treppen zum Akropolis-Berg streunen viele Katzen, spielen Musikanten oder man genießt einen Wein in den zahlreichen Tavernen und Cafes. Hier sieht man nur wenig von der Krise in Griechenland und hier ist Athen einfach nur schön bis wunderschön. Nach einem kurzen Aufstieg, findet man nach einigen Abzweigungen einen super-romantischen geheimen Aussichtspunkt den nur Athen-Insider kennen.

 

Oi drómoi mésa Αναφιώτικα
Aussichtspunkt – ápopsi